Schweinerassen in Österreich

Von Edelschwein bis Mangalitza: Herkunft, Merkmale und Zuchtziele österreichischer Schweinerassen – Einsatz in Haltung, Kreuzung und Verarbeitung kompakt.

Nutztier Schwein

Aussehen, Nutzung und Merkmale unterscheiden sich je nach Schweinerasse. Edelschweine sind bespielsweise großrahmig, haben eine weiße Haut und Stehohren. Aufgrund ihrer guten Zuchtleistung und der hohen Tageszunahme werden sie in der österreichischen Zucht bevorzugt als Muttertier eingesetzt und mit Pietrain-Ebern gekreuzt.

Edelschwein

Merkmale:

Die wichtigsten Merkmale von Edelschweinen sind: hohe Zuchtleistung, hohe Tageszunahme in der Mast, gute Konstitution. Die Fleischqualität ist ausgezeichnet.


Aussehen:

Edelschweine sind großrahmig und haben weiße Haut und Stehohren.


Nutzung:

In der österreichischen Kreuzungszucht bevorzugt als Muttertier eingesetzt, mit der Vaterlinie Pietrain gekreuzt. Hohe Zuchtleistung, hohe Tageszunahme in der Mast, gute Konstitution. Die Fleischqualität ist ausgezeichnet.

Edelschwein

Landrasse

Merkmale:

Sehr gute Zucht- und Mastleistung, gute Konstitution.


Aussehen:

Die Tiere sind großrahmig, haben weiße Haut und Hängeohren.


Nutzung:

Sowohl in der Reinzucht als Universalschwein eingesetzt als auch in der Kreuzungszucht in der Mutterlinie.

Landrasse

Turopolje

Merkmale:

Sie weisen neben Speck auch einen Magerfleischanteil auf. Die Zuchtleistung ist gering.


Aussehen:

Schwarz-weiß gescheckte Speckschweine mit pigmentierter Haut und gelegentlich gekräuselten Borsten.


Nutzung:

Wurde lange Zeit in Kroatien als Weideschwein gehalten. In Österreich widmen sich 20 bis 30 Züchter der Erhaltung der Turopolje-Schweine.

Turopolje

Mangalitza

Aussehen:

Die Schweine haben dichte Behaarung mit wollartiger Kräuselung, der Rücken ist dunkel, der Bauch etwas heller (Schwalbenbauch). Ein zweiter Farbschlag ist blond. Die Ferkel weisen die typische Streifung der Frischlinge auf.


Nutzung:

Hoher Fett- und geringer Fleischanteil charakterisiert diese Wollschweine.


Merkmale:

Die Zuchtleistung ist sehr gering. Ca. 60 Betriebe widmen sich zurzeit in Österreich der Aufzucht dieser Schweinerasse.

Mangalitza

Schwäbisch-Hällisches Landschwein

Aussehen:

Lang gestreckter Körper, langer Rüssel und große Schlappohren. Die Haut ist hell, Kopf und Hinterteil sind schwarz. Gehört zu den Sattelschweinrassen.


Nutzung:

Außerordentlich hohe Zuchtleistung, vorzügliche Fleischqualität.


Anfang der 80er Jahre galt die Rasse als ausgestorben, heute wird sie vor allem in der Region Schwäbisch-Hall, aber auch in anderen Gegenden in Deutschland und auch in Österreich wieder gezüchtet.

Schwäbisch-Hällisches Landschwein

Pietrain

Aussehen:

Diese Rasse ist kleinrahmig, die Haut ist weiß mit schwarz-grauen Flecken.


Nutzung:

In der Kreuzungszucht in der Vaterlinie eingesetzt. Zuchtleistung, Mastleistung und Konstitution sind gut bis mittel, Schlachtleistung ist hervorragend, besonders der Anteil an wertvollen Fleischteilen ist sehr hoch.


Herkunft:

Benannt sind diese Schweine nach dem belgischen Dorf Pietrain.

Duroc

Aussehen:

Einfärbig dunkel- bis hellrot, weisen eine leichte Sattlung der Profillinie auf, haben kleine Hängeohren.


Nutzung:

In der Kreuzungszucht für die Ferkelerzeugung in der Mutterlinie eingesetzt.


Merkmale:

Zuchtleistung, Mastleistung, Konstitution sehr gut

Fleischbeschaffenheit sehr gut

Schlachtleistung gut

Duroc (Foto: PIG Austria)

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