Bacon

Bacon ist eine aus gepökeltem Schweinebauch hergestellte Spezialität, die auch als Frühstücksspeck bekannt ist. Hier gibt's alle Infos, Rezepte & Tipps!

Bacon: Wissenswertes zum Frühstücksspeck

Der klassische Bacon hat seinen Ursprung in England, wo er bereits im Mittelalter als gepökeltes und geräuchertes Schweinefleisch beliebt war. Von dort aus verbreitete sich Bacon über ganz Europa und später in die USA, wo er heute ein fester Bestandteil der Frühstücks- und Alltagsküche ist. Auf unserer Seite erfährst du alles Wissenswerte rund um Bacon: seine Geschichte, die Unterschiede zum klassischem Bauchspeck, Zubereitungstipps, Aufbewahrung und leckere Rezepte.

Was ist Bacon?

Bacon ist eine aus gepökeltem Schweinefleisch hergestellte Spezialität. Er wird aus dem Schweinebauch gewonnen. Bacon wird roh oder gegart angeboten. Wenn er geräuchert wird, wird dafür Eichenholzsägemehl verwendet.


Das Wort „Bacon“ leitet sich zwar von „back“ (Rücken) ab, der klassische britische Frühstücksspeck wird jedoch aus dem Bauchspeck gewonnen. Für ein typisches englisches Frühstück wird er angebraten und kommt als knusprige Köstlichkeit auf den Tisch.


Charakteristischerweise ist der Speck „streaky“ (durchwachsen). Am besten stehen dafür Fett und Fleischstreifen gewichtsmäßig im Verhältnis 1:2 oder 2:3.

Woher kommt Bacon?

Der Ursprung von Bacon reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und lässt sich bereits im Mittelenglischen nachweisen. Der Begriff stammt ursprünglich vom französischen bacun. Im mittelalterlichen England bezeichnete er gepökeltes Schweinefleisch und diente vor allem der längeren Haltbarmachung. Besonders in England wurden diese Verfahren systematisch weiterentwickelt und verfeinert, wodurch sich Bacon früh als eigenständige Spezialität etablierte.


Das gepökelte und anschließend warm geräucherte Schweinefleisch – meist aus Bauch oder Rücken – wurde fester Bestandteil der alltäglichen englischen Küche. Von England aus verbreitete sich Bacon zunächst in andere Teile Europas und später vor allem in die USA, wo er bis heute eng mit der Frühstückskultur verbunden ist. Gemeint ist damit ein gepökelter und warm geräucherter Schweinebauch, der vor dem Verzehr typischerweise angebraten wird.


Im deutschen Sprachraum existierte lange kein eigener Begriff für Bacon. Der heute gebräuchliche deutscher Begriff für Bacon ist daher meist Frühstücksspeck oder Bauchspeck. Allerdings ist die Herstellung des Bauchspeckes eine andere Art, als die des englischen Bacons. Bauchspeck so wie wir ihn kennen, wird ebenso gepökelt, allerdings wird er anschließend kalt geräuchert und getrocknet und nicht im Heißrauchverfahren haltbar gemacht.

Bacon vs. Speck: Was ist der Unterschied?

Bacon

  • Wird entweder aus dem Schweinerücken (Back Bacon) oder dem Schweinebauch (Belly Bacon) hergestellt. In Großbritannien ist Back Bacon üblich, in den USA Belly Bacon.
  • Stammt der Bacon vom Rücken des Schweines, so ist er magerer als im Vergleich zum Bauchspeck.
  • Bacon wird gepökelt und anschließend warm geräuchert, wodurch er aromatisch wird. Bacon kann im Anschluss noch auf Kerntemperatur gegart werden, wodurch das Produkt direkt verzehrfähig wird. Wird dieser Schritt ausgelassen, so ist der Bacon roh und muss vor dem Verzehr erhitzt werden.

Bauchspeck

  • Bauchspeck stammt ausschließlich aus dem Schweinebauch.
  • Bauchspeck ist im Vergleich zum Rückenspeck sehr fettreich, saftig und eher weich.
  • Bauchspeck wird gepökelt anschließend kalt geräuchert und getrocknet. Das Fleisch bleibt dabei roh entwickelt durch die Herstellungsmethode jedoch den typischen Speckgeschmack und wird durch das Pökeln, Räuchern und die lange Trocknungsphase verzehrfähig.

Herstellung von Bacon

Bacon ist eine Spezialität aus gepökeltem Schweinefleisch, die entweder roh oder bereits gegart angeboten wird. Für den klassischen Rauchgeschmack wird der Bacon meist mit Eichenholzsägemehl warm geräuchert – typischerweise bei Temperaturen zwischen 25 und 45 °C – wodurch er aromatisch wird. Nach der Warmräucherung ist der Bacon innen noch roh. Entweder wird der Bacon im Anschluss zu Hause nochmal erhitzt oder wird bereits vorgegart im Geschäft angeboten.

Die Ware muss ein festes, weißes Fett und eine glatte Schwarte besitzen, damit sie sich für verschiedene Schnittstärken eignet. Bacon wird in unterschiedlichen Varianten angeboten: „green“ (ungesalzen/roh), „pale“ (blass) oder „plain“ (einfach) – zusätzlich gibt es gesüßte Varianten wie „sweet“ oder besonders zarte Versionen („tender“), die durch Zuckerzusatz gepökelt wurden.

Belly Bacon

Rezepte mit Bacon

Bacon ist sehr vielseitig und verleiht sowohl herzhaften Frühstücksgerichten als auch kreativen Snacks oder Salaten ein intensives Aroma. Im Folgenden zeigen wir drei leckere Rezeptideen – von süß über klassisch bis frisch – und beschreiben, wie flexibel Bacon eingesetzt werden kann.

Bacon Jam & Bacon Marmelade

Bacon Jam ist eine süß-würzige Marmelade aus Bacon, Zwiebeln, Zucker, Essig und oft Kaffee oder Gewürzen. Durch langsames Schmoren entsteht eine dicke, karamellisierte Masse, die intensiv rauchig, herzhaft und leicht süßlich schmeckt.


Zutaten für 4 Personen:

  • 850 g Bacon
  • 250 g Karotten
  • 2 Zwiebeln rot
  • 4 Stück Knoblauchzehen
  • 2 EL Chillisauce
  • 120 ml Ahornsirup
  • 120 ml Whiskey
  • 60 ml Balsamico
  • 125 g brauner Zucker
  • Paprikapulver, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

Den Bacon in kleine Stücke schneiden und in einer großen Pfanne oder einem Topf langsam auslassen, bis er knusprig ist. Einen Teil des ausgelassenen Fetts abgießen, den Bacon kurz beiseitestellen. Zwiebeln, Knoblauch und fein gewürfelte Karotten im verbliebenen Fett glasig anschwitzen. Anschließend Chilisauce, Ahornsirup, Whiskey, Balsamico und braunen Zucker zugeben und gut verrühren.


Die Mischung bei niedriger Hitze 30–45 Minuten langsam einkochen, bis eine dicke, marmeladenartige Konsistenz entsteht. Zum Schluss den Bacon wieder unterheben, mit Paprikapulver und Pfeffer abschmecken und je nach gewünschter Textur stückig lassen oder kurz pürieren.

Bacon & Eggs

Bacon & Eggs ist ein klassisches, herzhaftes Frühstücksgericht, bei dem knusprig gebratener Bacon mit frisch zubereiteten Eiern kombiniert wird. Durch das Braten im ausgelassenen Speckfett erhält das Ei ein besonders kräftiges Aroma.


Zutaten für 2 Personen:

  • 6 - 8 Scheiben Bacon
  • 4 Eier
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Optional: frischer Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung

Den Bacon in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig braten und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Eier im verbliebenen Speckfett nach Wunsch zubereiten – als Spiegelei, Rührei oder Omelett – und mit Salz sowie Pfeffer würzen. Anschließend den Bacon mit den Eiern anrichten und nach Belieben mit frischen Kräutern servieren.

Bacon Caesar Salad

Bacon Caesar Salad ist eine herzhafte Variante des klassischen Caesar Salats, bei dem knusprig gebratener Bacon zusammen mit Romanasalat, hausgemachten Croûtons, cremigem Caesar-Dressing und Parmesan serviert wird.


Zutaten für 4 Personen - Salat:

  • 1 großer Kopf Romanasalat
  • 8 Scheiben Bacon
  • Croûtons


Für das Dressing:

  • 2 Eigelb
  • 150 ml neutrales Pflanzenöl oder Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Anchovis (aus dem Glas)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 60 g Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

Der Bacon wird in einer Pfanne knusprig gebraten und anschließend auf Küchenpapier abgetropft, während im ausgelassenen Fett die Brotwürfel goldbraun zu Croûtons geröstet werden. Der Romanasalat wird gewaschen, gut getrocknet und in mundgerechte Stücke gezupft. Für das Dressing werden Eigelb, Senf und Öl zu einer cremigen Emulsion verrührt, anschließend mit Zitronensaft, Knoblauch, Anchovis, Worcestershire Sauce und frisch geriebenem Parmesan abgeschmeckt. Zum Servieren wird der Salat mit dem Dressing vermengt und mit Bacon, Croûtons sowie zusätzlichem Parmesan bestreut.

Tipps für die Zubereitung von Bacon

  • Bacon selber machen

    Bacon lässt sich auch zu Hause herstellen, indem man frischen Schweinebauch zunächst in Pökellake für mehrere Tage einlegt. Anschließend wird der Bacon warm geräuchert also zwischen 25 und 45 °C. Ist dieser Schritt abgeschlossen kann man den Bacon noch etwas abhängen lassen, damit dieser etwas kompakter wird. Um eine höhere Haltbarkeit zu erreichen, kann der Bacon auf Kerntemperatur gegart werden. Zum einen ist der Bacon nicht mehr roh und kann auch kalt verzehrt werden. Zum anderen werden durch den Erhitzungsprozess viele Bakterien abgetötet, welche den Verderb beschleunigen würden.

  • Bacon knusprig braten

    Damit Bacon in der Pfanne besonders knusprig wird, sollte er langsam bei mittlerer Hitze gebraten werden, damit das Fett nach und nach austritt. Ein Tipp ist, die Scheiben nicht zu überlappen und gelegentlich zu wenden, bis sie goldbraun und knusprig sind. So gelingt der Bacon in der Pfanne ohne zu verbrennen.

  • Bacon braten ohne Geruch

    Um lästigen Speckgeruch in der Küche zu vermeiden empfiehlt es sich, den Bacon unter einer Dunstabzugshaube zu braten.

  • Bacon im Backofen zubereiten

    Bacon lässt sich sehr einfach im Ofen zubereiten. Die Scheiben werden auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und bei 180–200 °C knusprig gebacken. So verteilt sich das Fett gleichmäßig, die Baconstreifen werden gleichmäßig braun und es entstehen keine Spritzer.

  • Haltbarkeit von Bacon

    Frischer (roher) Bacon ist im Kühlschrank etwa ein bis 2 Wochen haltbar, geöffneter Bacon sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Ist der Bacon bereits fertig gegart, so ist er auch noch länger haltbar.

    Grundsätzlich gilt: Im Ganzen ist Bacon immer länger haltbar als bereits geschnitten.

Häufig gestellte Fragen zu Bacon

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