Selchschopf

Mit seinem intensiven Rauchgeschmack und saftigen Fleisch ist der Selchschopf ein echter Klassiker der österreichischen Küche. Er eignet sich sowohl als warmes Festtagsgericht als auch kalt aufgeschnitten für eine herzhafte Jause.

Was ist ein Selchschopf?

Der Selchschopf ist ein geräucherter Schopfbraten aus dem Schweinehals. Er wird ausgelöst, nass gepökelt und geräuchert. Somit fällt er unter die Kochpökelwaren. Der Selchschopf ist je nach Herstellungsart noch roh oder bereits fertig gegart.

Selchschopf

Selchschopf kochen & zubereiten

Der Selchschopf ist ein geschmackvolles, aromatisches Produkt vom Schwein, das nach dem Pökeln und Räuchern intensiven Geschmack entwickelt. Er lässt sich klassisch in der Küche zubereiten und passt hervorragend zu Beilagen wie Sauerkraut, Knödeln oder Erdäpfeln.


Zubereitung:

  1. Einen großen Topf mit Wasser erhitzen. Zwiebel, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und etwas Kümmel hinzufügen. Das Wasser soll heiß sein, darf aber nicht sprudelnd kochen.
  2. Den Selchschopf in das heiße Wasser einlegen.
  3. Bei etwa 80 – 85 °C 35 bis 45 Minuten sanft ziehen lassen. Nicht sprudelnd kochen.
  4. Nach dem Ziehenlassen den Selchschopf kurz ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden und servieren.

Passende Beilagen zu Selchschopf

Der Selchschopf wird als sehr saftige Spezialität geschätzt, da er mit etwas Fett durchzogen ist. Üblicherweise wird er warm serviert. Dazu passen Beilagen wie Semmelknödel und Linsen mit oder ohne Speck.

Tipps rund um den Selchschopf

Der Selchschopf ist ein vielseitiges, schmackhaftes und hochwertiges Produkt. Damit der Geschmack und die Qualität optimal erhalten bleiben, lohnt es sich, einige praktische Tipps zu Lagerung, Haltbarkeit und Weiterverarbeitung zu beachten.

  • Selchschopf richtig lagern

    Damit ein Selchschopf lange frisch und aromatisch bleibt, sollte er im Kühlschrank bei 2–6 °C aufbewahrt werden. Am besten gelingt dies in einem dicht verschlossenen Behälter oder fest eingewickelt in Frischhaltefolie, damit das Fleisch nicht austrocknet. Ein bereits gegarter Selchschopf ist ungeöffnet mehrere Wochen haltbar, nach dem Anschneiden oder Öffnen sollte er innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Frischer, roher Selchschopf muss stets kühl gelagert und zeitnah verarbeitet werden.

  • Selchschopf einfrieren

    Ein Selchschopf lässt sich problemlos einfrieren, um die Haltbarkeit zu verlängern. Am besten friert man ihn entweder im Ganzen oder in handlichen Portionen ein, idealerweise vakuumiert oder fest in Gefrierfolie verpackt. Zum Auftauen sollte der Selchschopf langsam im Kühlschrank aufgetaut werden, damit Geschmack und Saftigkeit erhalten bleiben. Bereits aufgetaute Stücke sollten vollständig verbraucht und nicht erneut eingefroren werden.

  • Resteverwertung mit Selchschlopf

    Selchschopf ist besonders vielseitig, wenn es um die Weiterverwertung von Resten geht. Bereits aufgeschnitten eignet er sich kalt als herzhafte Jause oder für ein rustikales Brotzeitbrett. Warm zubereitet lässt sich Selchschopf in vielen Gerichten verwenden, zum Beispiel in einem Gröstl mit Erdäpfeln und Zwiebeln, in einem deftigen Schmarrn oder als Einlage in Suppen, wo er sein rauchiges Aroma an die Brühe abgibt.


    Darüber hinaus kann Selchschopf in Aufläufen, Quiches oder Nudelgerichten verarbeitet werden, um den Gerichten eine herzhafte Note zu verleihen. Auch klein gewürfelt als Füllung für Strudel, Blätterteig oder Omeletts macht er sich hervorragend.

Nährwerte pro 100 g:

Energie (kcal/kJ): 170/712


Eiweiß (g): 13


Fett (g): 15


Kohlenhydrate (g): 0,2

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