Blutwurst

Die Blutwurst gelingt durch geschickte Verarbeitung von Blut, Fleisch und Gewürzen – sie zählt zu den ältesten Wurstsorten unserer Küche.

Herkunft und Bedeutung

Die Blunzn ist eine Kochwurst und gehört zur Palette jener Würste, die es praktisch nur frisch verarbeitet nach der Schlachtung unter Zusatz von frischem und zur Vermeidung des Verklumpens sofort gerührtem Blut gibt. Die Bezeichnung „Blunze" oder „Blunzn" rührt von dem mittelhochdeutschen Verb „blunsen“ her, was so viel wie „aufblähen" heißt. Es deutet auf die äußere Form und die Herstellung der Wurst hin.

Zutaten und Zubereitung

Neben Blut wird die Masse aus vorgekochtem Schweinefleisch, darunter Kopffleisch, gewürfeltem Speck und je nach Variante auch Innereien, gekochten Schweineschwarten, Weißbrot oder Zerealien und Milch zubereitet.

Den würzigen Schliff geben klein gehackte Zwiebeln und Gewürze wie Majoran, Pfeffer, Knoblauch, Piment, Thymian und Salz. Alle Zutaten werden zu einer homogenen Masse vermengt.


Nachdem die Blunzen fertig gemischt worden sind, werden sie in Kunst- oder Naturdärme abgefüllt und abgebunden. Es folgt das Kochen, wodurch das Bluteiweiß gerinnt. Beim Abkühlen verfestigt sich die Gelatine aus der Schwarte und die Würste werden schließlich schnittfest. Wird die Blutwurst nochmal zusätzlich geräuchert, gibt es ein spezielles Aroma.

Blutwurst im Österreichischen Lebensmittelbuch

Im Österreichischen Lebensmittelbuch (Codexkapitel B 14 „Fleisch und Fleischerzeugnisse“) wird die Blutwurst als „Kochwurst“ definiert.

Dabei unterscheidet man folgende zwei Arten:

  • Schnittblutwurst

    • Enthält mindestens 30 Teile Schweinekopffleisch mit Schwarte, Schwarten und Speck (Sorte I)
    • Enthält höchstens 70 Teile Blut und Brühe
    • Wird nach dem Garen schnittfest und wird daher so genannt

  • Bratblutwurst

    Kann zusätzlich folgendes enthalten:

    • Weißbrot oder Zerealien (bis maximal 5 Teile)
    • Brühe (bis maximal 5 Teile)
    • Milch, je nach regionaler Tradition
    • Wird oft in der Pfanne gebraten oder warm serviert

Servierempfehlung mit Genuss

Blutwurst zählt zu jenen traditionellen Spezialitäten, die in ganz unterschiedlichen Zubereitungsarten ihren besonderen Reiz entfalten. Warm genossen, frisch gekocht, in fingerdicke Scheiben geschnitten und rasch abgebraten, begeistert sie mit kräftigem Aroma und einer außen gebräunten und innen zarten Beschaffenheit. Dazu passen klassische Beilagen wie Sauerkraut oder Erdäpfelschmarren besonders gut, aber auch Salat.


Ebenso eignet sich Blutwurst hervorragend für ein würziges Gröstl aus der Pfanne. Doch auch kalt serviert hat sie ihren festen Platz: Auf der Brettljause, begleitet von Kren und Senf, kommt ihr unverwechselbarer, würziger Geschmack ebenso bestens zur Geltung.

Blutwurst gebraten auf Salat

Blutwurstgröstl - ein Klassiker

Rechte: Carina Laschober-Luif - NWK

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