Frankfurter

Die Frankfurter Würstchen haben ihre Wurzeln in Frankfurt am Main und wurden Anfang des 19. Jahrhunderts in Wien weiterentwickelt. Heute sind sie in Österreich ein fester Bestandteil der Küche und verbinden Tradition, Geschmack und Vielseitigkeit auf dem Teller.

Was sind Frankfurter? Herkunft und Namensvielfalt

Frankfurter sind fein gekutterte Brühwürste aus Rind- und/oder Schweinefleisch, die geräuchert und gebrüht werden und für ihren charakteristischen knackigen Biss bekannt sind. Kaum ein anderes Würstel ist dabei unter so vielen Namen bekannt.


„Frankfurter Würstchen“ sind in Deutschland als regionale Spezialität geschützt und dürfen nur aus dem Raum um Frankfurt am Main stammen (Urteil des Berliner Klammergerichts, zuletzt bestätigt 1955). Aus diesem Grund nennt man den beliebten Snack im restlichen Deutschland „Wiener Würstchen“.


Auch in den USA und Kanada ist diese Bezeichnung gebräuchlich. Die unterschiedlichen Namen ergeben sich aus rechtlichem Schutz, regionaler Herstellung und internationaler Verwendung. Die originalen deutschen „Frankfurter Würstchen“, die ausschließlich mit Schweinebrät hergestellt werden, sind bereits seit dem 13. Jahrhundert bekannt.

Frankfurter Herkunft: Wien, Frankfurt und Johann Georg Lahner

Die heutigen Frankfurter Würstel gehen auf den Fleischhauer Johann Georg Lahner zurück, der seine Ausbildung in Frankfurt absolvierte und das dort bekannte Frankfurter Würstchen kannte. Im Jahr 1805 entwickelte er in Wien eine neue Variante, indem er dem traditionellen Rezept Rindfleisch hinzufügte und die Würzung anpasste. Aus Verbundenheit mit seiner Ausbildungsstadt behielt er den Namen „Frankfurter“ bei.


Für Wien hatten die Frankfurter eine besondere historische Bedeutung und entwickelten sich im 19. Jahrhundert von einer handwerklichen Wurstspezialität zu einem festen Bestandteil der Wiener Küche. Sie gelten bis heute als Klassiker der österreichischen Wursttradition.


Frankfurter sind unter verschiedenen Namen bekannt, obwohl Wiener Würstchen und Sacherwürstel auf derselben Grundrezeptur basieren. Im Großteil Deutschlands, in der Schweiz und auch in Teilen Österreichs wird die Wurst meist als Wiener Würstchen bezeichnet, während in Wien selbst der Name Frankfurter gebräuchlich ist. Sacherwürstel unterscheiden sich geschmacklich kaum, sind jedoch deutlich länger – etwa 22 bis 25 cm – und gelten als besondere Variante, die vor allem während der Wiener Ballsaison traditionell serviert wird. Sie werden traditionell paarweise mit Senf, Kren und Brot serviert und stehen eher für festliche Anlässe, während Frankfurter im Alltag verbreitet sind.

Frankfurter Zutaten, Herstellung und der „knackige Biss“

Frankfurter bestehen aus Rind- und/oder Schweinefleisch erster Qualität, Speck zweiter Qualität sowie Wasser. Die Würzung wird durch Pökelsalz und eine feine Note von Muskatblüte abgerundet; teilweise wird auch eine geringe Menge Kartoffelstärke zugesetzt. Die Würstel werden im Schafsaitling ausgeformt, zart mit Buchenholz geräuchert und anschließend gebrüht.

Diese Herstellungsweise ist maßgeblich für die typische Textur verantwortlich und ermöglicht den legendären knackigen Biss bei gleichzeitig zarter Haut. Die Zusammensetzung beeinflusst sowohl Geschmack als auch Mundgefühl; mögliche Allergene sind abhängig von der jeweiligen Rezeptur.

Frankfurter

Lebensmittelcodex Frankfurter

Laut österreichischem Lebensmittelkodex sind folgende Inhalte in der Rezeptur vorgeschrieben:


Frankfurter mit hervorhebender Bezeichnung - Sorte 1a:

  • 47 Teile Rindfleisch und/oder Schweinefleisch erster Qualität sowie
  • 23 Teilen Speck II
  • 30 Teile Wasser


oder Frankfurter - Sorte 1b:

  • 42 Teile Rindfleisch und/oder Schweinefleisch erster Qualität sowie
  • 25 Teilen Speck II
  • 33 Teile Wasser

Zu 100 Teilen Wurstmasse darf maximal 1 Teil Kartoffelstärke zugegeben werden.

Nährwerte pro 100 g

Kilojoule (kJ)

Kilokalorien (kcal)

Fett (g)

Eiweiß (g)

Kohlenhydrate (g)

1075

256,9

23,6

12,5

0,5

Frankfurter sieden, braten oder grillen?

Frankfurter sind ein klassischer Snack, der traditionell mit einer frischen Semmel, scharfem Senf und frisch gerissenem Kren serviert wird und ohne Besteck gegessen wird. Bei der Zubereitung geht es vor allem darum, die Würstchen sanft zu erhitzen, damit Geschmack, Textur und Haut intakt bleiben. Sowohl Kochen, Braten als auch Grillen sind möglich, wobei auf moderate Hitze geachtet werden sollte.


Frankfurter können entweder in heißem Wasser nur erhitzt, in der Pfanne bei mittlerer Hitze gebraten oder auf dem Grill bei indirekter Hitze zubereitet werden. Wichtig ist, dass die Würstchen gleichmäßig erwärmt werden und die Haut nicht aufplatzt, außer man möchte sie bewusst knusprig. Nach der Zubereitung sollten die Frankfurter zeitnah verzehrt werden. Ungeöffnet sind sie bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar, müssen stets gekühlt gelagert werden und sollten nach dem Erhitzen nicht erneut aufbewahrt werden.

Frankfurter

Gerichte mit Frankfurter: klassisch & modern

Frankfurter sind vielseitig einsetzbar und passen sowohl zu traditionellen Gerichten als auch zu modernen Kreationen.

  • Frankfurter klassisch

    Die klassische Variante wird mit einer frischen Semmel serviert, dazu gibt es scharfen Senf und frisch geriebenen Kren. Die Frankfurter werden dabei in heißem Wasser erhitzt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Wasser nicht kocht, da sonst die Frankfurter aufplatzen. Die optimale Temperatur beträgt zwischen 70 und 80 °C.

  • Jause

    Frankfurter eignen sich ideal für eine herzhafte Brotzeit, da sie auch kalt verzehrt werden können. Mit Brot, Käse, Essiggurken und Paprika entsteht eine leckere, herzhafte Mahlzeit.

  • Nudelsuppe mit Würstel

    Frankfurter werden in Scheiben geschnitten und in eine Gemüse- oder Fleischbrühe gegeben. Zusammen mit Nudeln, Karotten, Sellerie und Lauch entsteht eine herzhafte Suppe, die sich besonders gut als wärmendes Mittag- oder Abendessen eignet.

  • Frankfurter abgebraten

    Frankfurter schmecken auch angebraten sehr lecker. Dazu die Frankfurter im Ganzen in einer Pfannen abraten und erhitzen, dazu Braterdäpfel und Salat servieren.

  • Würstel im Schlafrock

    Die Frankfurter werden in Blätterteig gewickelt und bei 180–200 °C im Ofen goldbraun gebacken. Perfekt als Party-Snack oder Fingerfood für Feste und Buffets.

Fazit

Warum Frankfurter ein zeitloser Klassiker sind

Frankfurter sind ein zeitloser Klassiker: Ihre lange Geschichte, die regionale Verwurzelung und die einfache Zubereitung machen sie zu einer der beliebtesten Würstel. Ob traditionell mit Semmel, Senf und Kren oder modern interpretiert – Frankfurter sind schnell zubereitet und lecker.

Häufig gestellte Fragen zu Frankfurtern

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