Krainer & Käsekrainer

Österreichische Krainer bestehen aus Schweine- und/oder Rindfleisch von erster Qualität, Speck und Brät. Das Schnittbild ist in der Regel grob, der Geschmack kräftig.

Was ist eine Krainer? Bedeutung und Herkunft

Diese kleinkalibrige Fleischwurst (resp. Würstel) ist nach der Landschaft Krain in Slowenien benannt, die in der Monarchie Teil von Österreich-Ungarn war. Das Original heißt „Kranjska Klobasa“ und wird in Form eines Paar Würstel serviert.


Interessant ist die Geschichte: Die älteste Erwähnung der „Krainer Wurst“ findet man in einem süddeutschen Kochbuch aus dem Jahre 1896. Damit liegt die Erwähnung sogar vor den ersten Aufzeichnungen in Slowenien (1912). Durch Emigranten in den 1940er Jahren gelangte sie sogar nach Australien und Neuseeland, wo sie heute als „Kransky“ bekannt ist.

Krainerwurst Herstellung und Zutaten: Was steckt in der Krainer?

Österreichische Krainer bestehen aus Schweine- und/oder Rindfleisch von erster Qualität, Speck und Brät. Das Schnittbild ist in der Regel grob, der Geschmack kräftig.


2012 hat Slowenien die Bezeichnung "Kranjska Klobasa" als geogarfisch geschützte Angabe eintragen lassen. Das Fleisch der Krainer Wurst muss dafür in 10 bis 13 mm große Stücke geschnitten werden, der Speck in Stücke von 8-10 mm. In dieser Form wurde diese Wurstbezeichnung von der EU als geschützte Herkunftsbezeichnung (g.g.A.) anerkannt. Traditionell werden Krainer im Schweinssaitling ausgeformt, vereinzelt auch mit einem Holzsplint verschlossen („gespeilt“), robust geräuchert und gebrüht.

Nährwerte pro 100 g

Kilojoule (kJ)

Kilokalorien (kcal)

Fett (g)

Eiweiß (g)

Kohlenhydrate (g)

1388

331,7

32,1

11,8

0,1

Krainer zubereiten: Kochen oder Braten?

Die Frage, ob man Krainer kochen oder braten sollte, hängt von der Sorte und dem persönlichen Geschmack ab. Da die Würste traditionell bereits robust geräuchert und gebrüht verkauft werden, müssen sie meist nur noch sanft erhitzt werden.

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Zubereitungsmethoden

Krainer kochen

Krainer Würste sind bereits gebrüht und müssen daher nur schonend erhitzt werden. Am besten lässt man sie in heißem, aber nicht kochendem Wasser bei etwa 70 – 80 °C für 10 – 15 Minuten ziehen. Das Wasser darf nicht sprudeln, da die Wurst sonst aufplatzen kann und an Saftigkeit verliert.

    Krainer braten

    Alternativ können Krainer in der Pfanne bei mittlerer Hitze langsam gebraten werden, bis sie rundum goldbraun sind. Besonders bei der Käsekrainer ist darauf zu achten, die Wurst vor der Zubereitung nicht anzustechen, da sonst der Käse austritt. Durch das Braten entfalten sich Röstaromen, während das Innere saftig bleibt.

      Krainer Varianten: Von der Osterkrainer bis zum Bauernkrainer

      • Osterkrainer

        Zu Ostern haben Krainer in vielen Regionen eine besondere Bedeutung und werden als Osterkrainer bezeichnet. Sie sind Teil der traditionellen Osterjause und werden meist warm serviert, häufig mit Kren, Senf, Brot und gekochten Eiern. Rezeptur und Herstellung entsprechen in der Regel der klassischen Krainer.

      • Bauernkrainer

        Als Bauernkrainer wird regional eine Variante des rohen Hauswürstels bezeichnet. Diese ist kalt geräuchert, nicht gebrüht und muss vor dem Verzehr gut durcherhitzt werden. Sie unterscheidet sich damit deutlich von der klassischen, bereits gebrühten Krainer und zählt eher zu den Rohwürsten.

      • Käsekrainer

        Eine abgewandelte und besonders beliebte Form ist die Käsekrainer, die in Österreich Anfang der 1980er-Jahre entwickelt wurde. Sie ergänzt das klassische Krainer-Rezept um würfelig geschnittenen Emmentaler, der beim Erhitzen schmilzt und für das typische Aroma sorgt. Am Wiener Würstelstand wird sie im Dialekt oft augenzwinkernd „Eitrige“ genannt.

      • Weitere Varianten und Würzungen

        Daneben gibt es moderne Abwandlungen, etwa Krainer mit Chili, zusätzlichem Speckanteil oder regional angepasster Würzung. Serviert werden sie klassisch mit Senf, Kren, Brot oder Gebäck, zunehmend aber auch kreativ interpretiert in der modernen Küche. Diese Vielfalt zeigt, wie wandelbar und zugleich traditionsreich die Krainer in Österreich verankert ist.

      Fazit: Das zeichnet Krainer und Käsekrainer aus

      Krainer und Käsekrainer sind traditionsreiche, herzhafte Wurstspezialitäten mit geschützter Herkunft. Die klassische Krainer überzeugt durch kräftigen Geschmack und grobes Schnittbild, während die Käsekrainer das Rezept um geschmolzenen Emmentaler ergänzt. Beide Varianten sind vielseitig in der Zubereitung – ob gekocht oder gebraten – die Krainer zählen zu den beliebtesten Würsteln Österreichs.

      Käsekrainer

      Häufig gestellte Fragen zur Krainer

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