Was ist eine Stelze überhaupt?
Die Schweinestelze wird zwischen "Vorderer Stelze" und "Hinterer Stelze" unterschieden, wobei die Letztere deutlich schwerer und fleischiger ist. Während die vordere Stelze vorwiegend für Schmorgerichte bzw. für Sulzen verarbeitet wird, trägt die hintere Stelze auch eine Menge eher mageres Fleisch am Knochen, das hervorragend zum Grillen, Kochen, Pökeln und für Ragoutgerichte geeignet ist.
Das Fleisch der Stelze ist eher dunkel, sehr saftig und feinfaserig. Jedoch benötigt es aufgrund des hohen Bindegewebsanteils längere Garzeiten, und selbst das ausgelöste Muskelfleisch braucht Geduld bei moderater Temperatur, um wirklich weich zu werden.
Die ganze Schweinestelze wird sowohl knusprig im Ganzen gebraten als auch gepökelt bzw. gesurt und anschließend gekocht.
Stelze Rezept
Eine gute Voraussetzung für die perfekte Stelze ist ein Grill mit Deckel und ein Drehspieß. Wobei ein Drehspieß nicht unbedingt nötig ist.
Wichtig ist lediglich, dass indirekt gegrillt werden kann. Die Stelze soll also nicht direkt über der Kohle grillen. Bei Schlechtwetter kann man die Stelze gerne auch im Backrohr braten.
Zutaten
- 1-2 Stk. Schweinestelzen (Hintere)
- 1 EL Salz
- 1 EL Kümmel ganz
- 1-2 Lorbeerblätter
- 1 Stk. Zwiebel
- 3-4 Knoblauchzehen
- Gewürze wie Majoran, Rosmarin und Thymian nach Gefühl
Schritt 1: Stelze vorkochen
Der Anfang einer gelungenen Stelze beginnt nicht am Spieß, sondern im Topf. Wird eine hintere Stelze verwendet, sollte sie eine halbe Stunde im Gewürzsud kochen. Damit gelangen die Aromen in das Fleisch und die Schwarte wird später richtig knusprig.
Der Sud besteht aus:
- Wasser (die Stelze muss bedeckt sein)
- einer guten Menge Salz (scheuen Sie sich nicht davor zu kosten)
- einem Esslöffel ganzem Kümmel
- Lorbeerblätter
- Zwiebel und Gewürze sowie ordentlich viel Knoblauch
Bei ausreichend Salz wird das Fleisch nicht ausgelaugt, sondern gut gewürzt.
Schritt 2: Schwarte einschneiden und würzen
Nach dem Kochen wird die Schwarte mit einem scharfen Messer quer zum Knochen im Abstand von etwa einem Zentimeter leicht eingeritzt. Außerdem wird noch einmal Knoblauch und Salz in die Schnitte gerieben. Alternativ können Sie natürlich auch andere Gewürze verwenden. Den Knoblauch sollten Sie sich aber nicht verkneifen.
Schritt 3: Stelze grillen
Dann kommt die Stelze auf den Spieß und wird bei etwa 160 Grad gegrillt. Gegen Ende der Garzeit wird gegebenenfalls noch etwas vorgeglühte Kohle nachgelegt. Damit steigt die Temperatur auf ca. 200 Grad, um die Schwarte recht knusprig zu bekommen
Als Alternative zum Grillen am Spieß, kann die Schweinestelze auch ganz einfach im Rohr zubereitet werden. Dabei ist folgendes zu beachten:
Nach dem Vorkochen wird die Stelze mit der Schwarte nach oben auf einen Rost im Backofen gelegt, darunter steht ein Blech mit etwas Sud oder Wasser. Die Schweinestelze brät bei etwa 160 °C für rund 1–1,5 Stunden und wird dabei gelegentlich mit Sud oder Bier übergossen. Gegen Ende wird die Temperatur auf etwa 200–220 °C erhöht und die Stelze so lange weitergegart, bis die Schwarte knusprig aufgepoppt ist. Anschließend sollte sie vor dem Anschneiden noch 5–10 Minuten ruhen.
Beilagen
Knödel
Krautsalat
Sauerkraut
Erdäpfelsalat
Brat- oder Ofenkartoffel
Bauernbrot mit Senf und Kren



