Pasteten

Pasteten gelten als edle Spezialität mit Fleischfarce, Gewürzen und Einlagen wie Trüffeln oder Pistazien und verbinden Tradition mit Genuss.

Die ersten Pasteten der Geschichte

Bereits um 1.700 vor Christi Geburt wurden sie in Stein gemeißelt. Die Rede ist nicht etwa von den zehn Geboten, sondern von den ersten überlieferten Pastetenrezepten. Die scheinbar beliebten Gerichte wurden von den Sumerern mittels Keilschrift für die Nachwelt festgehalten.

Namensursprung und Grundprinzip der Pastete

Die Affinität zum umhüllenden Teig ist es, die diesen Spezialitäten ursprünglich den Namen gegeben hat. Die Pastete ist eine Ableitung vom mittellateinischen „pasta“ (Teig). Unter Fleischpasteten versteht man also traditionellerweise ein mit Fleischmasse gefülltes Gebäck aus Mürb- oder Blätterteig, das (gekocht oder) gebacken wird.

Die Entwicklung der Pastete in Europa

In Europa dürften die in Teighüllen mitgebackenen Fleischfüllungen erst 1.000 n. Chr. Bekanntheit erlangt haben. Eine größere Nachfrage nach den köstlichen Backwaren kam hier aber erst in der Renaissance auf, als vor allem die gehobene Bürgerschicht erstmals mit neuen Gewürzpflanzen aus fernen Ländern in Berührung kam.

Die exotischen Gewürze gaben den immer aufwändiger und raffinierter gemischten Füllungen aus Fleisch, Innereien, Wild und Fisch ganz spezielle Geschmacksnoten, wodurch Pastetengerichte bald zum Höhepunkt jedes Festmahls wurden.

Es entstanden berühmte Gerichte wie die Lerchenpastete aus Chartres, die Entenpastete aus Amiens oder die, bevorzugt in Brotteig gebackene, Gänseleberpastete aus Straßburg.

Seit der französischen Revolution sind Pasteten einem breiten bürgerlichen Publikum zugänglich geworden und auch weit über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt.

Gänseleberpastete

Zubereitung und klassische Varianten

Heute werden Pasteten meist aus einer feinen Mischung (Farce) aus rohem Fleisch und bereits vorgegarten Fleischstücken hergestellt. Die klassische Variante besteht jedoch überwiegend aus vollständig gekochten Zutaten – meist in einer Teighülle und ohne Zugabe von Brät.

Gänseleberpastete

Pastetenvariationen

In Form und Aussehen lassen sich Pasteten (und deren Verwandte) einteilen in:

  • Halbmondpasteten

    Panierte und frittierte Rissolen. Sie bestehen aus einer in Brotkrumen oder Pastetenteig gerollten Fleischfarce, die anschließend in Fett herausgebacken werden.

  • Becherpasteten

    Ragouts oder Pürees aus Fleischfarce und Gewürzen, die in Blätter- oder Mürbteig gefüllt und anschließend in kleinen Näpfen (Timbalen) gegart werden.

  • Schüsselpasteten

    Terrinen, die ohne Teig in einem feuerfesten Gefäß gegart werden.

  • Rollpasteten (Galantinen)

    Farce, die in entbeinte Geflügel- oder Fleischteile gefüllt und anschließend mit einem Tuch fest umwickelt wird, um sie langsam in einer kräftigen Brühe zu pochieren und nach dem Auskühlen mit Gelee zu überziehen.

Schon gewusst?

Pasteten werden im Teig gebacken.

Terrinen werden in feuerfesten Gefäßen gegart.

Galantinen werden gebrüht und mit heißem Gelee überzogen.

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